14. März 2007

Warum klappern leere Flaschen?

Im Zeitalter der Plastikverpackungen gibt es alle möglichen Getränke in Plastikflaschen. Das ist nicht nur leichter, sondern hat auch einen entscheidenden Vorteil beim wieder-zurück-bringen: sie klappern nicht. Glasflaschen hingegen machen verdächtige Geräusche beim tragen. Warum nur klappern leere Flaschen?

Warum hat sich die Bierflasche aus Plastik nicht durchgesetzt? Das wäre doch ungemein praktisch: man könnte einen ganzen Kasten mit einer Hand tragen und sie wären auch nicht so schwer beim heben, wenn man aus ihnen trinkt. Ja, es gibt ein paar Marken die in Plasteflaschen vertrieben werden, aber das sind doch in der Regel Discountermarken. Die „richtigen“ Biere gibt es eben nur in Glasflaschen (und ganz nebenbei bemerkt: meistens in braun – das ist auch so ein Vorurteil, von wegen Geschmack und so), und die sind nicht nur schwer, sondern klappern eben auch. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich zum Beispiel leere Glasflaschen von Cola oder Saft wegbringe, dass die Leute denken ich bringe Bierflaschen weg. Weil sie auch klappern. Und dann denke ich, dass die Leute denken ich würde jeden Tag Bier trinken. Was werden sie wohl noch über mich denken? Was für Gedanken folgen aus denen über die leeren Flaschen? Denken sie womöglich ich lebe in einer verwahrlosten Wohnung und sammle Müll? Aber dann denke ich: Ein Glück, dass man nicht weiß was die Anderen denken, das erspart eine Menge Nerven, denn man muss sich nicht ständig überlegen, was man falsch oder richtig macht. Aber bei klappernden Flaschen hört der Spaß auf und fängt das Denken an.

Was mache ich nur? Soll ich komplett auf Plasteflaschen umstellen oder einfach darauf pfeifen was die Leute über mich denken? Ich meine, da fängt es doch an: bei klappernden, leeren Flaschen. Bitte, liebe Welt, mach dass die Männer in Zukunft Bier aus Plastikflaschen trinken, die durchsichtig sind. Das wäre ein erster Schritt zum besseren Verständnis seiner Mitmenschen!

13. März 2007

Warum scheitert man so schnell?

Gestern noch habe ein großes Gewese um mein Experiment gemacht und heute schon muss ich es wegen dem Druck der Öffentlichkeit abbrechen. Warum scheitert man so schnell?

Schon am frühen Morgen hatte ich ein ungutes Gefühl mein Äußeres betreffend. So richtig wohl fühlte ich mich ja selber nicht. Und so lies auch die erste Bemerkung nicht lange auf sich warten. Diese ertrug ich noch mit Stolz und der Bemerkung es würde ein gepflegter Drei-Tage-Bart werden. Als ich mich dann aber am Nachmittag in den Raubtierkäfig begab und meine Erscheinung einem erlauchten Kreis von Damen vorstellte, da war es vorbei. Mein Experiment war misslungen und ich musste es abbrechen. Denn diese Kommentare reichten von „Doch viel grau bei“ bis hin zu „das macht dich bedeutend älter“ und das waren nur die harmlosen. Und so musste ich einsehen, dass es doch Sinn macht auf sein Äußeres zu achten und gepflegt herum zu laufen, denn offensichtlich registrieren die Mitmenschen doch sehr genau wenn man sich verändert. Nur, warum sagen sie es so selten? Meine Theorie hat sich teilweise bestätigt und ich werde morgen damit beginnen wieder einen Menschen aus mir zu machen.

Doch bis dahin werde ich schmollen über den zu schnell gescheiterten Versuch einmal ganz anders zu sein als ich bin – wenn auch nur rein äußerlich. Die inneren Werte entdecken ja so wieso nur ein paar ganz bestimmte Menschen. Und die wissen: egal wie ich aussehe, innen drin bin ich der selbe geblieben. Hoffe ich zumindest.

12. März 2007

Warum pflegt man sich?

Es ist jeden Tag das gleiche Ritual: man geht morgens ins Bad und wäscht sich, man duscht, putzt sich die Zähne und rasiert sich – egal ob Frau oder Mann. Ein riesen Aufwand, ein enormer Kostenposten in der Haushaltskasse. Kann man da nicht sparen? Warum pflegt man sich?

Allein was die Cremes kosten, die es ja mittlerweile in reicher Auswahl auch für Männer gibt: Anti-Falten-Creme, Feuchtigkeitsgel, Rasiergel für vorher und nachher, Q10-Creme und und und. Dann noch das Shampoo, das Duschgel und das Erfrischungsgel gegen Schweißfüße. Da könnte ich gut und gerne 30 Euro im Monat sparen. Ach ja, Haargel hab ich noch vergessen. Von den Kosten für den Strom für Fön und Rasierer mal ganz zu schweigen. Und das Wasser! Denkt denn keiner an unsere Umwelt? Und wofür das alles? Nur um gut zu riechen, faltenfrei zu sein und immer richtig gescheitelt? Für die Anderen? Aber wie oft hat schon mal jemand gesagt: Du riechst aber gut, du siehst aber gut aus, und die Haare! So selten, dass ich mich nicht daran erinnern kann, weil es eben unglaublich selten gesagt wird. Und noch seltener wird einem gesagt, wenn man nicht gut riecht, wenn man speckige Haare hat und unrasiert ist. Das trauen sich nämlich die wenigsten und darum braucht man auch eigentlich gar keine Angst haben angesprochen zu werden, wenn man sich nicht pflegt. Denn wer macht das schon für sich selber?

Ich werde ab heute mal einen Versuch starten. Ich werde mich nicht mehr waschen und nicht mehr rasieren. Vielleicht wechsel ich auch die Wäsche nicht. Und das werde ich solange tun, bis jemand zu mir sagt: Pflegst Du dich nicht, wäscht Du Dich nicht? Wenn das passiert, dann werde ich wieder duschen und mir die Zähne putzen. Bin mal gespannt, wie lange das funktioniert.


11. März 2007

Gab es tödliche Unfälle unter Deckengemälden?

Man kennt sie aus der Sixtinischen Kapelle, aus anderen Kirchen und Palästen und wo auch immer eine Decke bemalt ist. Mal sehr kunstvoll, mal ist es nur Graffiti. Aber eines haben alle diese Bilder gemeinsam: sie sind an denkbar ungünstiger Stelle angebracht, nämlich an der Decke. Man muss nach oben sehen! Das kann gefährlich sein und ich frage mich ob es schon tödliche Unfälle beim Betrachten von Deckengemälden gab?

Man betritt also so einen Raum und muss sofort nach oben schauen. Da lauert schon die erste Gefahr: man kann sich das Genick brechen, bedingt durch die ruckartige Bewegung des Kopfes, besonders wenn man direkt unter dem Bild steht und senkrecht nach oben schauen will. Eine weitere Gefahr besteht im gehen. Man sollte schon stehen bleiben beim schauen, denn es könnten Kirchenbänke oder andere Besucher im Weg stehen, über die man stolpern kann. Beim Sturz kann man sich ebenfalls tödliche Verletzungen zuziehen und sogar die Person gefährden, über die man stolperte. Das muss doch nicht sein. Weitere Gefahrenquellen sind, besonders in Kirchen herum stehende, Säulen aus Stein. Das ist nicht nur schmerzhaft beim dagegenlaufen, sondern kann auch zu tödlichen Schädelfrakturen führen. Und diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. So könnte man auch in die brennenden Altarkerzen fallen… Welchen eigentlichen Zweck verfolgen also Deckengemälde? Beabsichtigen Sie uns in genau diese Gefahr zu locken? Ich meine, wenn man schon mal in der Kirche ist – gibt es einen besseren Ort um das zeitliche zu segnen?

Ich kann nicht verhindern dass es doch eines Tages zu einem tödlichen Unfall kommt, aber bis jetzt ist mir noch keiner zu Ohren gekommen. Vielleicht sind sich die Betrachter von Deckengemälden der Gefahr instinktiv bewusst und geben auf sich Obacht? Aber eine Bitte hätte ich dann doch: Denken Sie beim nächsten Besuch eines Raumes mit bemalter Decke an Ihre Sicherheit. Am besten Sie kaufen Sich Postkarten mit dem Bild der Decke, die können Sie dann auch noch zu Hause in Ruhe und völlig gefahrlos betrachten.

10. März 2007

Warum werde ich ohne Kaffee nicht wach?

So ein richtiger Kaffeetrinker der kennt das: Man wacht morgens auf, weil der Wecker irgendwie das Bedürfnis hat einem den Tag zu vermiesen und der erste Weg führt, noch schlaftrunken, zur Kaffeemaschine. Mit halb geschlossenen Augen startet man den allmorgendlichen Prozess und macht dann irgendetwas anderes. Aber nichts sinnvolles, denn man schläft ja eigentlich noch. Warum? Warum werde ich ohne Kaffee nicht wach?

Ich brauche morgens meinen Kaffee um Leben in mein Hirn zu bringen. Wenn es gehen würde, dann würde ich mir den Kaffee noch vor dem Aufwachen intravenös zuführen. Das hätte dann den Effekt, dass ich schon wach bin wenn ich wach bin – ich könnte gleich voll loslegen und müsste nicht erst noch zehn Minuten in der Küche frieren und auf den „Trank der Erkenntnis“ warten, den ich dann brühend heiß hinunterstürze. Der Supergau am morgen ist ja saure Kaffeesahne, denn dann geht das ganze Prozedere wieder von vorne los und man schafft gar nichts. Manchmal habe ich schon vor Wut den flockigen Kaffee getrunken, nur um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Gut, das kostet Überwindung, aber man schafft das. Ein guter Trick ist Café Crema – da sieht man nichts unter dem Schaum und schmecken – naja, wer schmeckt morgens schon was? Früher habe ich ja morgens den Kaffee kannenweise getrunken, bis ich mir dann eine von diesen Kaffeepadmaschinen zulegte. Ich dachte das ich dann vielleicht weniger Kaffee trinke, aber falsch gedacht. Das kam auf´s gleiche raus. Jetzt kann ich sogar meine vier morgendlichen Tassen alle mit einer anderen Kaffeesorte bestücken und habe so auch noch einen Hauch von Vielfalt am Schreibtisch. Das hilft jetzt nicht wirklich zum wach werden aber immerhin ist es Kaffee!

Wenn ich morgens nur mit Kaffee wach werde, vielleicht werde ich dann mittags ohne Kaffee wach? Sollte ich meinen Tagesrhythmus umstellen? Einfach später aufstehen? Das würde bedeuten dass ich mein ganzes Leben ändern müsste. Ist es das wert? Dann lieber zehn Minuten frieren oder warten bis sich die intravenöse Variante flächendeckend durchgesetzt hat. Das wäre die Krönung…


9. März 2007

Wann wird das Bügeln verboten?

Als Single ist es so ziemlich das schlimmste was man machen muss, nach putzen versteht sich, das bügeln. Das waschen erledigt ja eine Maschine, das trocknen mitunter auch, aber wenn dann die Wäsche so zerknautscht vor einem liegt, dann muss man ab und zu doch bügeln. Und jetzt ist es wirklich an der Zeit das bügeln zu verbieten. Wann also wird das Bügeln verboten?

In den Geschäften hängen ja schon seit langem zerknitterte Hemden, Hosen und Shirts. Das soll schick sein und ist wohl auch Mode und selbst auf den Straßen sieht man Menschen mit zerknautschten Sachen rumlaufen, bei denen nicht ganz klar ist, ob sie so gekauft wurden oder ob sie einfach nur nicht gebügelt sind. Wenn man also keinen Unterschied mehr erkennt, dann könnte man ja auch gleich gänzlich auf das Bügeln von Bekleidung verzichten. Und wenn dann alle so rum laufen, dann fällt das auch gar nicht mehr auf. Manchmal bemerke ich schon, dass die Leute denken: der hätte ja seine Hosen auch bügeln können! Aber dazu habe ich weder Zeit noch Lust, denn es geht doch auch ohne bügeln. Ich meine nach zwei Tagen sieht eine getragene Hose sowieso aus als wenn sie nicht gebügelt wurde, warum sich dann also solch einen Aufwand machen? Ich weiß schon gar nicht mehr wie mein Bügeleisen funktioniert. Habe es schlicht vergessen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass ich gar nicht weiß wo es steht. Und ein Beitrag zum Umweltschutz ist es auch: man spart Strom, Atomstrom möglicherweise und vielleicht reduziert das Nicht-Bügeln ja auch den CO2 Ausstoß. Und man könnte die gewonnene Freizeit viel sinnvoller nutzen.

Es muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen, der zur Folge hat, dass das Bügeln von Bekleidung europaweit verboten wird. Gesetzlich natürlich und es sollten Strafen verhängt werden für alle, die auf der Straße mit frisch gebügelten Sachen rumlaufen. Vielleicht ist das der Einstieg in ein lockeres Zeitalter in dem es endlich nicht mehr auf Klamotten ankommt, sondern auf das, was in diesen steckt. Versuchen wir es – ich habe schon den Anfang gemacht!

8. März 2007

Warum kann schenken so schön sein?

Grade heute, am Frauentag, ist ja schenken wieder ein Thema. Da werden nicht nur Blumen, sondern auch Eintrittskarten, Parfüm, kostbare Perlenohrringe und Süßigkeiten geschenkt. Und nur heute denken Frauen nicht, dass Mann damit etwas bezweckt. Denn sonst kommen sie kaum auf die Idee dass es Männern auch Freude machen kann einfach mal etwas zu schenken. Warum also kann schenken so schön sein?

Schenken ist zwar im Grunde ein Zeichen der Zuneigung, kann aber auch einfach nur getan werden, weil es einem Freude macht. Weil man sich an der Freude der Beschenkten erfreut, kurz: weil es ein wenig glücklich macht. Und glücklich sein will doch eigentlich jeder. Warum also nicht dem persönlichen Wohlbefinden durch ein kleines Geschenk dann und wann auf die Sprünge helfen? Es muss ja nichts Großes oder Teures sein, eine Kleinigkeit reicht mitunter schon. Und hilfreich ist es allemal, wenn man mit offenen Ohren durch die Welt geht und die kleinen, nebenbei geäußerten, Wünsche seiner Umwelt abspeichert. Für den Fall dass man mal ein Geschenk braucht. Und das kann dann eine Teilnahme an einem Bauchtanzkurs sein oder aber auch nur eine vergoldete Rose. Egal, denn wer ein Geschenk erhält freut sich in der Regel auch darüber. Und genau dieses verblüfft sein, dieses erstaunt sein, diese Freude und Dankbarkeit … das sind die Dinge, die den Schenker erfreuen, die ihm Recht geben und die ihn ein wenig glücklich machen. Die Aufgabe des Lebens: anderen eine Freude machen. Man darf das aber nicht mit einfacher Hilfsbereitschaft verwechseln, dann die sollte selbstverständlich sein. Aber so ein kleines Geschenk, das ist schon etwas Besonderes. Nur übertreiben sollte man es nicht, denn zu viele Geschenke sind irgendwann einfach zu viel und erreichen genau das Gegenteil. Und das muss man dann erstmal wieder gut machen. Da helfen dann auch keine Geschenke mehr.

Und bevor ich hier auch noch etwas gut machen muss, packe ich lieber noch ein paar Geschenke ein um sie dann flächendeckend unter meine Bekannten zu streuen, die weder damit rechnen, noch besonders überrascht sein werden, denn das erwarten sie von mir. Immer und überall. Nur ich bekomme nichts geschenkt. Dabei kann schenken doch so schön sein…

7. März 2007

Warum gibt es Taschenbücher?

„Nein, da warte ich lieber bis es als Taschenbuch rauskommt, oder Du borgst es mir mal aus.“ – wie oft habe ich diesen Satz schon gehört? Und wie oft habe ich dann ein Buch verliehen? Kann ein Taschenbuch wirklich die Funktion eines echten Buches erfüllen? Und vor allem: warum gibt es Taschenbücher?

Egal wo man hinkommt und sogar die Buchhandlungen quellen von ihnen über – die Taschenbücher. Auf Kurzlebigkeit angelegte Drucke von vormals gebundenen Büchern. Billig und mittlerweile immer öfter schon zum Sonderpreis zu haben, kurz nachdem sie erschienen sind. Für mich sind Taschenbücher eine zwiespältige Sache. Zum einen fallen Sie manchmal schon beim lesen auseinander, sie sehen nach dem lesen aus als wären sie hundert Jahre alt und sie haben irgendwie nichts von dem Wert den Literatur haben sollte. Obwohl es Literatur gibt, die es nicht einmal als Taschenbuch geben sollte. So ein richtiges Buch, mit Einband und Schutzumschlag, das hat doch noch was. Da wiegen die Worte noch was, da atmet die Literatur. Allein schon das Gefühl solch ein Buch in der Hand zu haben ist erhebend, stellt doch diese Form des Buchdrucks mitunter auch eine Kunstform dar. Ist nicht ein „richtiges“ Buch viel wertvoller als ein Taschenbuch? Und sieht es nicht auch viel besser aus im eigenen Bücherregal? Gut, der Inhalt mag der gleiche sein, aber das Gefühl beim lesen kann sich schon erheblich unterscheiden. (Von den Hörbüchern will ich hier gar nicht erst reden, denn die sind für den der lesen kann, der Gipfel der Faulheit und haben mit lesen nichts mehr zu tun.) Aber trotz allem haben „richtige“ Bücher einen großen Nachteil: sie sind enorm teuer und kaum eines kann man sich leisten. Ab und zu ja, aber eben nicht immer. Und so stehen auch bei mir leider immer mehr Taschenbücher. Literatur für jedermann – darum gibt es Taschenbücher.

Ich wäre also dafür die Taschenbücher zu verbieten und nur noch „richtige“ Bücher zu produzieren. Das würde die Auflage erhöhen, damit die Preise senken und jeder käme in den Genuss beim lesen ein echtes Buch in der Hand zu halten. Das würde dann auch den emotionalen Wert von Literatur steigern. Oder ich starte hier den Aufruf: Kauft nur noch echte Bücher!

6. März 2007

Wo kommt das Geld wirklich her?

Es ist ein altes Thema aber immer wieder regt es zu Spekulationen an, woher denn das Geld eigentlich kommt. So genau weiß das ja keiner. Angeblich wird es gedruckt und geprägt, aber stimmt das auch? Heutzutage wird ja alles manipuliert, besonders in den Medien, die uns erzählen wo das Geld herkommt. Aber: Wo kommt das Geld wirklich her?

Ich persönlich vermute ja, dass das Geld gezüchtet wird. Es wurde auch nicht erfunden, sondern entdeckt, denn es lebte in China in abgelegenen Gebirgsregionen und wurde von Mönchen gefangen und in dunklen Klöstern vermehrt. Zuerst wusste man nicht genau was man mit dem Geld anfangen sollte, bis es dann immer mehr wurde und sich unaufhaltsam vermehrte. Da begann man das Geld zu tauschen – nämlich gegen irgendwelche brauchbaren Waren und so fand das Geld seinen Weg aus den Klöstern in die Welt. Und weil es immer unter Kontrolle war, konnte es sich nur dort vermehren, wo schon Geld war. Heutzutage gibt es ja die Weltbank und Zentral- und Landesbanken. All das sind Zuchtstationen, in denen riesige Populationen des Geldes ständig vermehrt und verbessert werden. Es entsteht auch hin und wieder eine Mutation, wie damals als sich aus der D-Mark der Euro entwickelte. Aber wie konnte man das den Menschen erklären, die ja glauben Geld wird gedruckt? Es wurde einfach eine Währungsreform erfunden um das mutierte Geld in Umlauf zu bringen. Und heute müssen wir mit einen Geld leben, das noch mitten in der Entwicklung steckt und noch nicht ganz reif ist für unsere Welt. Doch die Wissenschaftler arbeiten an einer ausgereiften Spezies des Euro.

Aber bis dahin werden noch Jahre vergehen, denn das Geld vermehrt sich zwar unaufhörlich, aber es wird nicht wirklich besser. Je mehr man davon hat und so schwieriger wird es, die Kontrolle darüber zu behalten, denn Geld ist unberechenbar und trägt noch seine wilden Wurzeln in sich. Ich für meinen Teil habe nur soviel Geld, wie ich beherrschen kann, auch wenn ich schon heimlich versuche eine Zucht aufzubauen. Aber das dauert noch.

5. März 2007

Darf ich den Frühlingsbeginn festlegen?

Nun hat meine Winterjacke also ihren Platz im Schrank gefunden und wird dort sicher bis zum Winteranfang oder bis zur vorgezogenen Klimakatastrophe aufbewahrt werden. Und letzteres auch nur dann, wenn das Wetter nicht wie angekündigt wärmer sondern kälter wird. Aber das soll ja nicht passieren. Ich habe also heute für mich den Frühling beginnen lassen. Die Frage ist nur: Darf ich den Frühlingsbeginn festlegen?

Darf ich entscheiden wann es Frühling ist, oder muss ich mich nach den offiziellen Regeln und Festlegungen richten? Ich meine, es gibt ja einen meteorologischen Frühlingsanfang und einen kalendarischen, warum nicht auch einen individuellen? Das kann ich doch halten wie ich will und mir meine eigenen Kriterien festlegen. Zum Beispiel könnte ich sagen: wenn meine Winterjacke so dreckig ist, dass ich sie wirklich nicht mehr anziehen kann, dann ist Frühlingsanfang. Obwohl, ich habe ja zwei Winterjacken… Dann eben, wenn beide verdreckt sind. Oder ich lege fest dass Frühling ist, wenn ich als einer der letzten noch einen Rollkragenpullover anhabe und wie ein Tier schwitze, sich mein soziales Umfeld von mir entfernt. Aber ist es das wert? Vielleicht lasse ich auch einfach den Frühling beginnen, wenn mir das Wetter zusagt und die Temperaturen für die Winterjacken zu hoch sind. Ich denke das wird die beste Lösung sein. Und wohl auch die einzige. Aber weil ich ja eine Frostbeule bin, liegt bei mir natürlich der Frühlingsanfang ziemlich weit hinter dem der anderen.

Vielleicht ist das auch alles egal und ich konzentriere mich lieber auf den emotionalen Frühlingsanfang, wenn die berühmten Frühlingsgefühle kommen, wenn man wieder was im Freien unternehmen kann, wenn man bei Spaziergängen nicht am Ende einen heißen Tee trinken muss, wenn man wieder Händchenhalten kann ohne durch dicke Handschuhe gar nichts zu spüren. Wenn man vor dem Kuss keinen Labello braucht um nicht aneinander festzufrieren. Das hört sich doch gut an! Ich denke, diesen Frühlingsanfang lege ich direkt auf Morgen fest!

4. März 2007

Gibt es Zaubertage?

Heute morgen, gut es war schon halb neun, als ich, dann doch sehr unter einer Alkoholallergie leidend, aus dem Bett fiel und mich langsam aber sicher meinen Tagesaufgaben zu wandte, da war der Tag noch in Ordnung. Am frühen Abend nicht mehr. Ich war nicht darauf vorbereitet und frage mich: Gibt es Zaubertage?

Ein glasiger Blick aus dem morgendlichen Fenster überzeugte mich davon, dass es wohl immer noch kalt sein müsste, da draußen in der feindlichen Welt und so entschied ich mich für meine Winterjacke, die ja erst noch richtig abgetragen werden muss. Ich verließ das Haus und merkte nichts. Es war also richtig diese Jacke angezogen zu haben. Ein Glück. Da brauchte ich nicht zu frieren. Den Rest des Tages verbrachte ich, wie es so schön heißt in geschlossenen Räumen. Ohne Jacke versteht sich und ohne viel Tageslicht. Gegen sechzehn Uhr wollte ich dann nach Hause gehen und war wie vom Blitz getroffen, als ich feststellte, dass die Welt draußen eine andere geworden war. Da liefen Leute in kurzärmeligen Hemden rum. Wo war ich hingeraten mit meiner Winterjacke? Es war doch tatsächlich im Laufe des Tages Frühling geworden! Wie von Zauberhand schien die Sonne und wärmte mich doch erheblich auf. Und ich als einziger mit Winterjacke!

Aber so verzaubert war es gar nicht, denn ein Blick in die Wettervorhersage, eigentlich ja schon Wetternachsage, bestätigte meinen leisen Verdacht: Es wurde genau dieses Wetter angekündigt. Und hätte ich am Morgen nicht aus dem Fenster geschaut, sondern in die Wettervorhersage, dann wäre die Zeit meiner Winterjacke vorbei gewesen und sie wäre im Schrank verschwunden … ganz von Zauberhand!