17. Dezember 2012

O diese Stadt! O die verwunschne Stadt!...

O diese Stadt! O die verwunschne Stadt!
Der ich geworfen meine Seele dar,
Der ich geopfert Jahr und Jahr um Jahr -
Wie hat sie müde mich gemürbt und matt!

Ich bin ein Kämpfer, der durch eine Schar
Von Feinden nächtlich sich geschlagen hat,
Und nun am Ende, des Gefechtes satt,
Erkennt, daß alles Spiegelfechten war!

Ein Blendwerk, dran er seine Leidenschaft
Verschwendet, seine Hoffnung, seinen Mut!
Verlorne lächerliche Müh' sein Tun!
Fruchtlos dahingegeben seine Kraft!
Umsonst vergeudet sein gesundes Blut!
- Und steht und frägt sich nur: "Was nun? Was nun?..."
Anton Alfred Noder

11. Dezember 2012

Einsam

Abgeschüttelt
Hab' ich meiner Freunde Scharen,
Einsam bin ich geworden
Köstlich einsam...

Wie ferner Brandung
Schütterndes Tosen verklang
Der Lärm des Lebens,
Einsam bin ich geworden,
Köstlich einsam...

Aus tödtlichem Schlummer
Erstand meine Seele,
Und mit leiser, leiser,
Ängstlich-wagender Stimme singt sie
Alte, süße,
Thörichte Kinderweisen!
Einsam bin ich geworden,
Köstlich einsam. -
Felix Dörmann


30. Oktober 2012

Sushi (jap. 寿司 oder すし, seltener auch: 壽司, 鮨 oder 鮓)

ist eine als japanisches Gericht geltende Speise aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um weitere Zutaten wie rohem oder geräuchertem Fisch, rohen Meeresfrüchten, Nori (getrocknetem und geröstetem Seetang), Gemüse, Tofuvarianten und Ei. Die Zusammenstellung variiert nach Art und Rezept. Sushi wird in mundgerechten Stücken optisch ansprechend zubereitet serviert.

Sushi ist in den letzten Jahrzehnten auch in westlichen Ländern populär geworden. Das hat zu Verzehrgewohnheiten geführt, die sich von denen in Japan unterscheiden. Während in Japan Nigiri-Sushi traditionell mit der Hand gegessen werden, verwenden die meisten westlichen Konsumenten Stäbchen. Auch die verwendeten Zutaten haben sich geändert. Zu den bekanntesten westlichen Kreationen zählt die „California Roll" (カリフォルニア巻き) oder "Inside-Out Roll" oder „Ura-Maki" (裏巻き, dt. „von innen gerollt"), die mit Lachs oder Surimi, Avocado oder Gurke gefüllt sind. Bei diesen Sushi umgibt ein mit Fischeiern (Masago oder Tobiko) bestreuter Reismantel den in Nori gewickelten Inhalt. Diese Sushi-Variante hat ihren Ursprung vermutlich unter japanischstämmigen Amerikanern an der Pazifikküste der USA. Zu den ebenfalls durch westliche Verzehrgewohnheiten bedingten Adaptionen des traditionellen Sushi gehört die Verwendung von Fleisch wie etwa Roastbeef oder eine Verwendung von Obst wie Mangos in Kombination mit Fisch.

(Qualle: Wikipedia)


15. Oktober 2012

Ich sage euch:

man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.

Friedrich Wilhelm Nietzsche


13. Oktober 2012

Neue / Alte Gedichte und Fotos

"Auf Mitleidstour" heißt meine Textsammlung aus dem Jahr 1995. 2009 entstanden die Fotos, die jetzt hier auch zu sehen sind.


Gleich den ersten Text der Sammlung kann man sich auch als Lied anhören. "Über Brücken" entstanden in einem Projekt mit Peter Fuchs: "Drei Liedermacher und eine Band". Auch die Titel "Angst in Ihr" und "Hab Dich nie belogen" (Und wozu?) stammen aus dieser Sammlung.



2. Oktober 2012

100% Bio

Gut, nur noch als Schneckennahrung geeignet, aber bei Bedarf sicher auch als breiiger Alkohol hilfreich, wenngleich auch jetzt im Herbst die Temperaturen den Gärungsprozess verlangsamen. Aber man kann ja mit einem Glühwein in der Hand dabei zusehen.




Neue "Gedichtbände" und Fotos

Ab heute gibt es mehrere neue "Gedichtbände" aus vergangenen Tagen: "Krisenstab" von 1988, "Die Aufräumung" von 2008-2010 sowie zwei Bildergalerien: "Berlin im Rausch - U-Bahnhof Eberswalder Straße" von 2012 und "Berlin im Rausch - Haltestellen 200" ebenfalls von 2012.


24. September 2012

Mit einem Zaun


ist man immer besser gesichert, als nur mit einer Tür...
Oder es handelt sich um eine Kleinwagengarage und man fährt drumherum?





Rohe Tage

Eine schmerzende Traurigkeit zieht in den Tag.
Ein Tag zum durchbrechen, zum zweiteilen.
Zuviel von allem und zu wenig vom Guten.
Morgens schon als Erster an der Erde kratzen.
Abends als Erster gehen um sich zu entfernen.
Diese traurigen Tage, unbenutzbare Zeit,
sind roh und wild, rauh und spröde, gut und schlecht.
Diese Tage sind Einerlei, sind Schmerz und Wut.
Aber vor diesen Tagen und nach diesen Tagen
kommt wieder eine große, überwältigende Freude.
Eine Liebelei, eine freundliche Umarmung.
Tage voller Leben, voller Lust, voller Liebe.
Diese rohen Tage aber, sind nötige Tage, um diese anderen Tage
möglich zu machen, sind wichtige Auswege aus
Ausweglosem und Eingänge in bittersüße Traurigkeiten.