20. März 2007

Warum bringe ich mich nicht um?

Es ist ja im Moment, denn die Tage ziehen sich endlos, naheliegend Schluss zu machen. Die Gründe spielen hier keine Rolle und eine Überraschung sollte es auch werden. Also: Warum bringe ich mich nicht um?

Und da gibt es eine einfach Antwort: Ich werde nicht schnell genug gefunden! Ich hab mir das mal überlegt. Vor ein paar Tagen wurde in der Zeitung von einem amerikanischen Sänger berichtet, der sich mit zwei brennenden Holzkohlegrills im Wohnzimmer einschloss und dann an Kohlenmonoxidvergiftung starb. Ich meine das ist doch mal eine Idee, das hat Stil! Das wäre was für mich. Aber ich möchte nicht gefunden werden, wenn ich schon angefault bin. Nehmen wir mal an ich würde es heute tun, dann würde ich am Samstag das erste Mal vermisst werden, aber man würde sich nicht ernsthaft den Kopf zerbrechen, sondern nur meckern, weil ich mich nicht entschuldigt habe. Am Montag würde mein Arbeitgeber anrufen, weil dann mein Urlaub zu Ende ist, der würde vielleicht noch ein paar Tage warten bis er meine Eltern anruft. Und weil ich zu denen einen sehr losen Kontakt habe, würden die auch erstmal überlegen bevor sie zu mir fahren und mit Hilfe der Polizei meine Wohnung aufbrechen. Ich glaube es käme gar keiner auf die Idee dass ich auf meiner Couch liege, schon im Fäulnisprozess bin, die Leichenflecke sich nicht mehr weg drücken lassen und der Notarzt zweifelsfrei den Tod feststellen könnte. 14 Tage würde ich bestimmt da liegen und die Katzen wären womöglich schon zu Aasfressern geworden. Nein, so möchte ich nicht enden. Ich möchte nicht verwest in einen Sarg gelegt werden, sondern schön und frisch. Und darum werde ich mir nie etwas antun – da bin ich viel zu eitel für.

Aber als Single wird man eben erst sehr spät gefunden, manche sitzen jahrelang in ihrem Sessel und gammeln vor sich hin. Ich will das nicht! Vielleicht ist das ja ein guter Grund sich mal wieder nach einer Frau umzusehen. Möglicherweise heiraten die Menschen ja nur, um rechtzeitig gefunden zu werden? Das wäre auch eine Möglichkeit.

19. März 2007

Wie wird man Terrorismusexperte?

Heute Morgen im Radio wurde ein Mann interviewt, der etwas zu berichten wusste über die Lage Deutschlands in der Welt und über die momentane Gefahr von Terroranschlägen in unserem Land. Dieser Mann wurde als „Terrorismusexperte“ vorgestellt. Nachdem wieder Musik kam, stellte sich mir die Frage: Wie wird man eigentlich Terrorismusexperte?

Als Bundestagsabgeordneter muss man sich wohl für ein bestimmtes Thema besonders interessieren. Möglicherweise gibt es für Neueinsteiger eine Art Katalog in dem alle Themen drinstehen, zu denen man seinen Senf dazu geben kann, und zu denen man dann auch Experte werden kann. Wohl auch Terrorismusexperte. Aber welche Voraussetzungen braucht man dafür? Ich meine reicht es wenn man den ganzen Tag Al Dschasira schaut und CNN als Gegenpol? Oder muss man jemanden beim Bundeskriminalamt kennen, ja selber IM bei Bundesnachrichtendienst sein? Muss man vielleicht mal in Afghanistan oder im Iran Urlaub gemacht haben – etwas länger vielleicht als normale Bürger? Oder muss man unter Umständen, und was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, selber mal in der Branche tätig gewesen sein? Muss man mal selber Terrorist gewesen sein und muss man fließend arabisch sprechen? Oder sind das ausgemusterte RAF-Mitglieder? Das würde ja fast noch näher liegen. Braucht man da irgendwelche Zeugnisse und Empfehlungsschreiben? Es könnte doch auch reichen, wenn man über Erfahrungen mit Chemiebaukästen verfügt, die einem als Kind zu kreativen Höhenflügen trieben und man regelmäßig ein neu renoviertes Zimmer bekam. Ich weiß es einfach nicht und kann es mir auch nicht erklären. Aber Terrorismusexperte klingt irgendwie gewaltig spannend.

Auf jeden Fall kannte dieser Mann sich aus und hat mir echt Mut gemacht. Es bestehe keine wirkliche Gefahr und wir sollten nur vorsichtig sein – im Bus zum Beispiel. Na, da kann ich ja ganz unbesorgt nach Berlin fahren – mit dem Zug.

17. März 2007

Sind Heckenschützen hinter Hecken geschützt?

Es gibt Zäune, es gibt Mauern und es gibt Hecken. Hecken um Grundstücke gepflanzt zum Schutz und zur Abwehr von Mensch und Getier. Aber sie können auch zur Gefahr werden, wenn aggressive Grundstücksbesitzer hinter ihnen auf der Lauer liegen. Sind Heckenschützen hinter Hecken geschützt?

Dazu muss man sich die Frage stellen, welche ursprüngliche Aufgabe eigentlich so eine Hecke hatte? Diente sie einmal zur einfachen Gefahrenabwehr oder als Sichtschutz? Oder sollte sie nur eine natürliche, grüne Begrenzung unseres Besitzes signalisieren? Oder war sie gar Futterquelle und Unterschlupf für zahlreiche Tierarten, die es heute kaum noch gibt? Kein Mensch weiß das noch so genau und Fakt ist, dass heut zu Tage immer mehr Gefahren hinter den Hecken warten statt davor. Hausbesitzer, die den ganzen Tag mit einem Schlauch, oder im schlimmsten Fall mit einer Heckenschere bewaffnet unschuldige Passanten anpöbeln und bedrohen, weil sie vielleicht die Hecke berührten oder gar gegen sie urinierten. Oder etwas Schlechtes über Hecke, Haus oder Besitzer sagten. Diese Haus- und Heckenbesitzer kann man also getrost als Heckenschützen bezeichnen, denn im Ernstfall würden sie von Schlauch oder Schere durchaus Gebrauch machen. Und sie sind wunderbar getarnt hinter ihrer Hecke, weil sie natürlich im Kampfanzug auf der Lauer liegen, der farblich perfekt auf die Hecke abgestimmt ist und damit ist die Frage des Tages beantwortet: Heckenschützen können sich hinter Hecken verstecken, aber nicht schützen.

Denn eines Tages werden die Hecken zurück schlagen, sie haben keine Lust mehr immer zwischen den Fronten zu stehen und immer die Leidtragenden zu sein, wenn sie zum Beispiel niedergebrannt oder ausgerissen werden. Das ist nicht die natürliche Aufgabe oder der Sinn und Zweck von Hecken! Und darum: Hecken aller Grundstücke vereinigt Euch für ein friedlicheres Zusammenleben!

16. März 2007

Töten SMS das Sprechen?

Das größte an meiner Telefonrechnung ist der Zettel auf dem sie gedruckt wurde, denn ich telefoniere zu gut wie gar nicht und weiß auch nicht wirklich genau, wozu ich ein Mobiltelefon habe, denn auf der einen Seite bin ich weder sonderlich mobil, noch ruft mich irgendjemand an. Alles was ich mal bekomme ist eine kurze SMS. Man redet schriftlich miteinander. Töten SMS das sprechen?

SMS sind ja billiger als ein Anruf und deswegen so beliebt. Aber ist es nicht vielleicht einfach die „Feigheit vor dem Feind“, die uns Wörter eintippen lässt ohne miteinander zu sprechen? Trauen wir uns vielleicht einfach nicht ein Gespräch anzuzetteln, aus Angst man weiß plötzlich nicht mehr was man sagen soll? Oder das ein unangenehmes Thema angesprochen wird? Reden wir denn überhaupt noch viel miteinander? Und wenn ja worüber? Eine SMS kann man einfach löschen und schreiben man hätte sie nicht bekommen, aber eine mündliche Frage hört man. Man muss sie zwar nicht beantworten, aber gehört ist gehört. Also ich finde SMS sind schon eine wundersame Erfindung um Menschen vom sprechen abzuhalten um es sie möglicherweise verlernen zu lassen. Aber zum Glück besteht ja nicht das ganze Leben aus SMS und E-Mail (denn für die trifft das ja irgendwie auch zu) – manchmal am Tag muss man eben doch reden, mit anderen oder mit sich selber.

Ich denke also das SMS keine Gefahr darstellt und wir das sprechen nicht verlernen werden. Das ist tröstlich. Aber dennoch sollte man öfter daran denken, dass ein Telefon ja ursprünglich zum telefonieren erfunden wurde. Und wer von dem vielem SMSen nicht lassen kann, der kann ja einfach beim sprechen die Wörter buchstabieren.

15. März 2007

Gibt es noch Kassetten?

Vor ein paar Wochen bekam ich eine kleine, transparente Plastikschachtel mit den Worten: „Hier ist mein Mixtape für dich!“ über den Tisch geschoben. Zuerst wusste ich nicht was ich damit anfangen sollte, aber beim Wort Mixtape dämmerte mir, dass es etwas mit Musik zu tun haben müsse. Aber was war das für ein Gegenstand in der Schachtel? Er sah irgendwie aus wie … naja, eine Kassette? Gibt es noch Kassetten?

Ja, denn ich habe ja jetzt eine in meinem Kassettenrekorder in der Küche, von dem ich gar nicht wusste, dass er noch funktioniert. Und als dann die ersten Töne erklangen, war es da: das Gefühl meiner Jugend. Die Erinnerung an meinen ersten Rekorder von Stern Radio. Und dann mein erster Walkman, der nur eine Woche hielt und all die anderen, die dann folgten. Dieser Klang ist einfach nicht zu beschreiben und die Umständlichkeit der Bedienung ist nichts für schwache Nerven. Ach ja, Kassetten – das waren noch Zeiten! Früher hieß es: „Ich überspiel dir das mal.“ Heute wird’s auf einem Stick gespeichert oder auf CD gebrannt und alles im MP3-Format, das wir früher für ein neues Schulheftformat gehalten hätten. So ändern sich die Zeiten. Aber ich glaube das ist auch gut so. Und dennoch: so eine Kassette zu bekommen ist schon etwas besonderes, erinnert auch ein bisschen an die erste Liebe, als man zum Erstellen eines Mixtapes noch stundenlang Langspielplatten durchhören musste und ständig die Anfänge verpasste. Das waren noch Zeiten!

Und jetzt habe ich das Mixtape schon so oft gehört, dass ich wohl bald aus dem Keller den Karton mit meinen alten Kassetten holen werde um dieses Nostalgie-Feeling noch eine Weile in meiner Küche zu halten. Vielleicht finde ich in ihm auch mein erstes Mixtape für meine erste große Liebe. Oder hat sie das behalten?

14. März 2007

Warum klappern leere Flaschen?

Im Zeitalter der Plastikverpackungen gibt es alle möglichen Getränke in Plastikflaschen. Das ist nicht nur leichter, sondern hat auch einen entscheidenden Vorteil beim wieder-zurück-bringen: sie klappern nicht. Glasflaschen hingegen machen verdächtige Geräusche beim tragen. Warum nur klappern leere Flaschen?

Warum hat sich die Bierflasche aus Plastik nicht durchgesetzt? Das wäre doch ungemein praktisch: man könnte einen ganzen Kasten mit einer Hand tragen und sie wären auch nicht so schwer beim heben, wenn man aus ihnen trinkt. Ja, es gibt ein paar Marken die in Plasteflaschen vertrieben werden, aber das sind doch in der Regel Discountermarken. Die „richtigen“ Biere gibt es eben nur in Glasflaschen (und ganz nebenbei bemerkt: meistens in braun – das ist auch so ein Vorurteil, von wegen Geschmack und so), und die sind nicht nur schwer, sondern klappern eben auch. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich zum Beispiel leere Glasflaschen von Cola oder Saft wegbringe, dass die Leute denken ich bringe Bierflaschen weg. Weil sie auch klappern. Und dann denke ich, dass die Leute denken ich würde jeden Tag Bier trinken. Was werden sie wohl noch über mich denken? Was für Gedanken folgen aus denen über die leeren Flaschen? Denken sie womöglich ich lebe in einer verwahrlosten Wohnung und sammle Müll? Aber dann denke ich: Ein Glück, dass man nicht weiß was die Anderen denken, das erspart eine Menge Nerven, denn man muss sich nicht ständig überlegen, was man falsch oder richtig macht. Aber bei klappernden Flaschen hört der Spaß auf und fängt das Denken an.

Was mache ich nur? Soll ich komplett auf Plasteflaschen umstellen oder einfach darauf pfeifen was die Leute über mich denken? Ich meine, da fängt es doch an: bei klappernden, leeren Flaschen. Bitte, liebe Welt, mach dass die Männer in Zukunft Bier aus Plastikflaschen trinken, die durchsichtig sind. Das wäre ein erster Schritt zum besseren Verständnis seiner Mitmenschen!

13. März 2007

Warum scheitert man so schnell?

Gestern noch habe ein großes Gewese um mein Experiment gemacht und heute schon muss ich es wegen dem Druck der Öffentlichkeit abbrechen. Warum scheitert man so schnell?

Schon am frühen Morgen hatte ich ein ungutes Gefühl mein Äußeres betreffend. So richtig wohl fühlte ich mich ja selber nicht. Und so lies auch die erste Bemerkung nicht lange auf sich warten. Diese ertrug ich noch mit Stolz und der Bemerkung es würde ein gepflegter Drei-Tage-Bart werden. Als ich mich dann aber am Nachmittag in den Raubtierkäfig begab und meine Erscheinung einem erlauchten Kreis von Damen vorstellte, da war es vorbei. Mein Experiment war misslungen und ich musste es abbrechen. Denn diese Kommentare reichten von „Doch viel grau bei“ bis hin zu „das macht dich bedeutend älter“ und das waren nur die harmlosen. Und so musste ich einsehen, dass es doch Sinn macht auf sein Äußeres zu achten und gepflegt herum zu laufen, denn offensichtlich registrieren die Mitmenschen doch sehr genau wenn man sich verändert. Nur, warum sagen sie es so selten? Meine Theorie hat sich teilweise bestätigt und ich werde morgen damit beginnen wieder einen Menschen aus mir zu machen.

Doch bis dahin werde ich schmollen über den zu schnell gescheiterten Versuch einmal ganz anders zu sein als ich bin – wenn auch nur rein äußerlich. Die inneren Werte entdecken ja so wieso nur ein paar ganz bestimmte Menschen. Und die wissen: egal wie ich aussehe, innen drin bin ich der selbe geblieben. Hoffe ich zumindest.

12. März 2007

Warum pflegt man sich?

Es ist jeden Tag das gleiche Ritual: man geht morgens ins Bad und wäscht sich, man duscht, putzt sich die Zähne und rasiert sich – egal ob Frau oder Mann. Ein riesen Aufwand, ein enormer Kostenposten in der Haushaltskasse. Kann man da nicht sparen? Warum pflegt man sich?

Allein was die Cremes kosten, die es ja mittlerweile in reicher Auswahl auch für Männer gibt: Anti-Falten-Creme, Feuchtigkeitsgel, Rasiergel für vorher und nachher, Q10-Creme und und und. Dann noch das Shampoo, das Duschgel und das Erfrischungsgel gegen Schweißfüße. Da könnte ich gut und gerne 30 Euro im Monat sparen. Ach ja, Haargel hab ich noch vergessen. Von den Kosten für den Strom für Fön und Rasierer mal ganz zu schweigen. Und das Wasser! Denkt denn keiner an unsere Umwelt? Und wofür das alles? Nur um gut zu riechen, faltenfrei zu sein und immer richtig gescheitelt? Für die Anderen? Aber wie oft hat schon mal jemand gesagt: Du riechst aber gut, du siehst aber gut aus, und die Haare! So selten, dass ich mich nicht daran erinnern kann, weil es eben unglaublich selten gesagt wird. Und noch seltener wird einem gesagt, wenn man nicht gut riecht, wenn man speckige Haare hat und unrasiert ist. Das trauen sich nämlich die wenigsten und darum braucht man auch eigentlich gar keine Angst haben angesprochen zu werden, wenn man sich nicht pflegt. Denn wer macht das schon für sich selber?

Ich werde ab heute mal einen Versuch starten. Ich werde mich nicht mehr waschen und nicht mehr rasieren. Vielleicht wechsel ich auch die Wäsche nicht. Und das werde ich solange tun, bis jemand zu mir sagt: Pflegst Du dich nicht, wäscht Du Dich nicht? Wenn das passiert, dann werde ich wieder duschen und mir die Zähne putzen. Bin mal gespannt, wie lange das funktioniert.


11. März 2007

Gab es tödliche Unfälle unter Deckengemälden?

Man kennt sie aus der Sixtinischen Kapelle, aus anderen Kirchen und Palästen und wo auch immer eine Decke bemalt ist. Mal sehr kunstvoll, mal ist es nur Graffiti. Aber eines haben alle diese Bilder gemeinsam: sie sind an denkbar ungünstiger Stelle angebracht, nämlich an der Decke. Man muss nach oben sehen! Das kann gefährlich sein und ich frage mich ob es schon tödliche Unfälle beim Betrachten von Deckengemälden gab?

Man betritt also so einen Raum und muss sofort nach oben schauen. Da lauert schon die erste Gefahr: man kann sich das Genick brechen, bedingt durch die ruckartige Bewegung des Kopfes, besonders wenn man direkt unter dem Bild steht und senkrecht nach oben schauen will. Eine weitere Gefahr besteht im gehen. Man sollte schon stehen bleiben beim schauen, denn es könnten Kirchenbänke oder andere Besucher im Weg stehen, über die man stolpern kann. Beim Sturz kann man sich ebenfalls tödliche Verletzungen zuziehen und sogar die Person gefährden, über die man stolperte. Das muss doch nicht sein. Weitere Gefahrenquellen sind, besonders in Kirchen herum stehende, Säulen aus Stein. Das ist nicht nur schmerzhaft beim dagegenlaufen, sondern kann auch zu tödlichen Schädelfrakturen führen. Und diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. So könnte man auch in die brennenden Altarkerzen fallen… Welchen eigentlichen Zweck verfolgen also Deckengemälde? Beabsichtigen Sie uns in genau diese Gefahr zu locken? Ich meine, wenn man schon mal in der Kirche ist – gibt es einen besseren Ort um das zeitliche zu segnen?

Ich kann nicht verhindern dass es doch eines Tages zu einem tödlichen Unfall kommt, aber bis jetzt ist mir noch keiner zu Ohren gekommen. Vielleicht sind sich die Betrachter von Deckengemälden der Gefahr instinktiv bewusst und geben auf sich Obacht? Aber eine Bitte hätte ich dann doch: Denken Sie beim nächsten Besuch eines Raumes mit bemalter Decke an Ihre Sicherheit. Am besten Sie kaufen Sich Postkarten mit dem Bild der Decke, die können Sie dann auch noch zu Hause in Ruhe und völlig gefahrlos betrachten.

10. März 2007

Warum werde ich ohne Kaffee nicht wach?

So ein richtiger Kaffeetrinker der kennt das: Man wacht morgens auf, weil der Wecker irgendwie das Bedürfnis hat einem den Tag zu vermiesen und der erste Weg führt, noch schlaftrunken, zur Kaffeemaschine. Mit halb geschlossenen Augen startet man den allmorgendlichen Prozess und macht dann irgendetwas anderes. Aber nichts sinnvolles, denn man schläft ja eigentlich noch. Warum? Warum werde ich ohne Kaffee nicht wach?

Ich brauche morgens meinen Kaffee um Leben in mein Hirn zu bringen. Wenn es gehen würde, dann würde ich mir den Kaffee noch vor dem Aufwachen intravenös zuführen. Das hätte dann den Effekt, dass ich schon wach bin wenn ich wach bin – ich könnte gleich voll loslegen und müsste nicht erst noch zehn Minuten in der Küche frieren und auf den „Trank der Erkenntnis“ warten, den ich dann brühend heiß hinunterstürze. Der Supergau am morgen ist ja saure Kaffeesahne, denn dann geht das ganze Prozedere wieder von vorne los und man schafft gar nichts. Manchmal habe ich schon vor Wut den flockigen Kaffee getrunken, nur um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Gut, das kostet Überwindung, aber man schafft das. Ein guter Trick ist Café Crema – da sieht man nichts unter dem Schaum und schmecken – naja, wer schmeckt morgens schon was? Früher habe ich ja morgens den Kaffee kannenweise getrunken, bis ich mir dann eine von diesen Kaffeepadmaschinen zulegte. Ich dachte das ich dann vielleicht weniger Kaffee trinke, aber falsch gedacht. Das kam auf´s gleiche raus. Jetzt kann ich sogar meine vier morgendlichen Tassen alle mit einer anderen Kaffeesorte bestücken und habe so auch noch einen Hauch von Vielfalt am Schreibtisch. Das hilft jetzt nicht wirklich zum wach werden aber immerhin ist es Kaffee!

Wenn ich morgens nur mit Kaffee wach werde, vielleicht werde ich dann mittags ohne Kaffee wach? Sollte ich meinen Tagesrhythmus umstellen? Einfach später aufstehen? Das würde bedeuten dass ich mein ganzes Leben ändern müsste. Ist es das wert? Dann lieber zehn Minuten frieren oder warten bis sich die intravenöse Variante flächendeckend durchgesetzt hat. Das wäre die Krönung…


9. März 2007

Wann wird das Bügeln verboten?

Als Single ist es so ziemlich das schlimmste was man machen muss, nach putzen versteht sich, das bügeln. Das waschen erledigt ja eine Maschine, das trocknen mitunter auch, aber wenn dann die Wäsche so zerknautscht vor einem liegt, dann muss man ab und zu doch bügeln. Und jetzt ist es wirklich an der Zeit das bügeln zu verbieten. Wann also wird das Bügeln verboten?

In den Geschäften hängen ja schon seit langem zerknitterte Hemden, Hosen und Shirts. Das soll schick sein und ist wohl auch Mode und selbst auf den Straßen sieht man Menschen mit zerknautschten Sachen rumlaufen, bei denen nicht ganz klar ist, ob sie so gekauft wurden oder ob sie einfach nur nicht gebügelt sind. Wenn man also keinen Unterschied mehr erkennt, dann könnte man ja auch gleich gänzlich auf das Bügeln von Bekleidung verzichten. Und wenn dann alle so rum laufen, dann fällt das auch gar nicht mehr auf. Manchmal bemerke ich schon, dass die Leute denken: der hätte ja seine Hosen auch bügeln können! Aber dazu habe ich weder Zeit noch Lust, denn es geht doch auch ohne bügeln. Ich meine nach zwei Tagen sieht eine getragene Hose sowieso aus als wenn sie nicht gebügelt wurde, warum sich dann also solch einen Aufwand machen? Ich weiß schon gar nicht mehr wie mein Bügeleisen funktioniert. Habe es schlicht vergessen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass ich gar nicht weiß wo es steht. Und ein Beitrag zum Umweltschutz ist es auch: man spart Strom, Atomstrom möglicherweise und vielleicht reduziert das Nicht-Bügeln ja auch den CO2 Ausstoß. Und man könnte die gewonnene Freizeit viel sinnvoller nutzen.

Es muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen, der zur Folge hat, dass das Bügeln von Bekleidung europaweit verboten wird. Gesetzlich natürlich und es sollten Strafen verhängt werden für alle, die auf der Straße mit frisch gebügelten Sachen rumlaufen. Vielleicht ist das der Einstieg in ein lockeres Zeitalter in dem es endlich nicht mehr auf Klamotten ankommt, sondern auf das, was in diesen steckt. Versuchen wir es – ich habe schon den Anfang gemacht!