In welcher Tiefe lebe ich?

Ich habe heute eine Dokumentation über einen Höhlenforscher gesehen, der völlig allein mehrere Wochen in einer Höhle lebte – in den 60er Jahren. Und alles was dort so beschrieben wurde veranlasste mich zu der Frage: In welcher Tiefe lebe ich?

Ich bin zwar kein Höhlenforscher, aber etwas höhlenähnlich ist meine Wohnung schon. Im Grunde ist sie ja auch meine Höhle – mein ganz persönliches kleines Reich in dem ich ungestört meinen Interessen nachgehen kann. Aber das Problem liegt ja woanders. In der Doku wurde gesagt, das schon nach ein paar Tagen eine Unterkühlung einsetzt und das ist bei mir manchmal auch der Fall – wenn ein paar Tage nichts aufregendes passiert ist, dann bekomme ich auch eine frostige Stimmung, werde leicht unterkühlt im Umgang mit anderen. Die Motorik lässt nach, man kann sich schwerer bewegen und man verliert sein Kurzzeitgedächtnis! Das kenne ich auch nur zu gut. Was wollte ich schreiben? Mhm, ich hab´s vergessen… Irgendwas mit Tiefe. Ach ja! Und wenn ich es mir recht überlege, dann denke ich dass meine Höhle ziemlich weit unter der Erde liegt, denn im Gegensatz zu diesem wagemutigen Forscher kann ich dieses Experiment nicht abbrechen. Ich muss warten – auf Hilfe oder den Grottenolm.

Aber ich gebe nicht auf! Ich werde rumrennen, mir alles notieren und versuchen mich warm zu halten, bis es jemand anderes tut. Und notieren, das mache ich ja jetzt schon. Jetzt grade wieder. Damit ich nichts vergesse.

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