18. Mai 2007

Ist Gott vielleicht wirklich eine Frau?

Gestern hatte ich es ja schon vermutet und angesichts der Folgeerscheinungen der alljährlichen Männertagsfeiern drängt sich mir der Gedanke immer mehr auf: Ist Gott vielleicht wirklich eine Frau?

Aber nicht nur deswegen, denn man muss sich doch die Männer nur mal ansehen, sie beobachten und seine Schlüsse daraus ziehen, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott auf unserer Seite steht. Warum sollte er seinen Geschlechtsgenossen so etwas antun? Warum hat er uns nicht mit guten Umgangsformen ausgestattet? Warum lässt er uns Autos und Fußball besser finden als Literatur zum Beispiel? Warum sind wir laut und werden dick mit Glatze? Warum ist er so gemein zu uns, dass er uns nicht wenigstens ein bisschen was von dem gegeben hat, was Frauen haben? Warum haben wir Männer keine Anmut, warum kein gepflegtes Äußeres, warum können wir mit den Fingern essen? All das lässt nur einen Schluss zu: Gott ist eine Frau, die die Männer nur erschaffen hat, damit Eva nicht langweilig wird und die Menschheit sich fortpflanzt. Denn, fast alles was wir Männer machen, und zwar ohne vorher drüber nachzudenken, wird schief gehen. Frauen denken wenigstens vorher nach.

Fast hat es den Anschein, dass Göttin aus Adams Rippe nicht Eva geschaffen hat, sondern Adams Gehirn. Nachträglich versteht sich. Damit Männer auch ab und an ein wenig nachdenken, bevor sie etwas machen, was die Frauen dann ausbügeln müssen.

17. Mai 2007

Könnte es nicht Bier regnen?

Heute ist ja Christi Himmelfahrt, also Herrentag. Der Tag, an dem sich viele Männer wünschen, dass Gott die Frauen nie erschaffen hätte, weil man ja ohne sie auch feiern kann. Aber was sie brauchen ist Alkohol. Einige fragen sich auch, bei dem Regenwetter heute: Könnte es nicht Bier regnen?

Ich meine, wenn Christus schon gen Himmel fährt, dann könnte er doch seinen Chef mal darum bitten, oder zumindest mal anfragen ob das nicht möglich ist. Gott könnte doch sicher mit links Regen in Bier verwandeln. Und was wäre das für eine Wohltat für die Männerwelt!? Aber so, nur den ganzen Tag Regen und das in offenen Pferdekutschen und auf Gartenpartys – „Oh, Herr erlöse uns von dem Übel!“ möchte man dem Himmel entgegenschreien und kostet dabei schon mal die Regentropfen, ob es nicht vielleicht doch schon Bier ist und Gott nur nicht bescheid gesagt hat. Könnte ja sein. Aber Gott ist hartnäckig, steht wohl doch eher auf der Seite der Frauen. Ist eben doch eine Göttin, die die Frauen erschaffen hat, damit die Männer beim feiern auch ein Ende finden.

Und so bleibt den Männern nichts anderes übrig als heute und immer da den Wirt um eines zu bitten: „Unser tägliches Brot gib uns heute!“, denn es wird nie Bier vom Himmel regnen, solange Gott in Wahrheit eine Frau ist…

16. Mai 2007

Wie wichtig ist Vergangenheit?

Das Leben ist ein ständiger Prozess der Entwicklung, es geht immer vorwärts, die Zeit lässt sich nicht aufhalten und man schaut immer nach vorn. Aber wie wichtig ist Vergangenheit?

Spielt sie eine Rolle in unserer Zukunftsplanung? Ist sie ein wichtiger Punkt wenn man sich selber reflektiert, über sich selber nachdenkt? Ist sie ein wunder Punkt, wenn man in sich geht? Wie viel Vergangenheit verträgt man? Wie weit kann und sollte man zurück schauen? Ist Vergangenheit der Motor für Veränderung? Oder ist sie nur ein Archiv unserer gelebten Tage, das einstaubt und vergessen wird? Im Grunde muss jeder für sich selber entscheiden, wie viel Vergangenheit er für sich zulässt, wie viel davon ihn durch das aktuelle Leben hilft. Ist nicht Vergangenheit auch ein Blick zurück auf Fehler? Auf Lehren die man gezogen hat? Hat nicht Vergangenheit ein Recht vergangen zu sein? Wenn ich aus meiner Vergangenheit nichts gelernt hätte, würde ich mir diese Fragen jetzt nicht stellen. Vergangenheit gehört zum Menschen, sie muss bedacht werden, sie muss, wenn es nötig ist, offenbart werden und sie muss akzeptiert werden als etwas, dass so nicht wieder kommt. Vergangenheit ist die Grundlage der Gegenwart.

Also ist Vergangenheit sehr wichtig, denn ohne würden wir uns nicht weiterentwickeln, wir würden stehen bleiben wo wir sind. Und trotzdem ist es gut, wenn man auch vergessen kann, wenn man seine Vergangenheit sortiert, denn leben heißt Veränderung.

3. Mai 2007

Sind Frauen die kein Eis essen gefährlich?

Es ist unbestritten Eiszeit! Die Eiswagen schießen wie Pilze aus dem Frühlingsboden und man geht zu zweit Eis essen. Was aber, wenn das unbekannte Wesen an meiner Seite kein Eis will? Sind Frauen die kein Eis essen gefährlich?

Alle Frauen mögen süße Sachen, egal ob sie eine Diät bräuchten oder kaum noch Schatten spenden. Frauen brauchen Süßigkeiten! Frauen brauchen Eis! Manche reißen sich zusammen und können dann doch nicht widerstehen: „Na gut, ich koste dann mal bei dir.“ – in diesem Fall ist es besser, man kauft einfach doch gleich zwei Eiswaffeln. Aber was ist mit den Frauen, die partout kein Eis wollen? Egal, wie man sie bittet, sie wollen kein Eis. Das gibt mir zu denken und kommt mir unheimlich vor. Könnte es sein, das grade diese Frauen gefährlicher sind als andere? Haben sie schon einen inneren Süßigkeitswert erreicht, der Nachschub von außen nicht nötig hat? Explodieren sie möglicherweise in einer Wolke süßer Gefühle und werfen sich auf mich, wenn ich nicht damit rechne? Oder essen Sie kein Eis, weil sie sonst dahinschmelzen würden? Innerlich so heiß, dass das Eis schon vor den Lippen schmilzt? Alles vergebens. Sind diese Frauen eine Gefahr? Warum essen sie kein Eis?

Um das genauer zu erfahren werde ich eine Experimentreihe starten: Ich werde immer wieder unsere Wege am Eiswagen vorbeilenken, solange, bis sie „Ja, Erdbeere und Schoko“ sagt. Und dann warte ich auf das Ereignis! Ich bin gespannt was passieren wird. Vielleicht bekommt sie aber auch nur gewaltige Zahnschmerzen, weil sie kaltes an den Zähnen nicht verträgt...

25. April 2007

Warum werden Frauen nicht fertig?

Der Mann steht vor dem Haus, wippt mit dem Fuß und wartet. Auf seine Frau. Seit dem verhängnisvollem Satz: „Ich bin gleich soweit!“ bereits eine halbe Stunde. Und er fragt sich: Warum werden Frauen nicht fertig?

Oder auch: Warum fangen sie nicht einfach früher an? Ist das vielleicht biologisch bedingt und ist eine instinktive Verhaltensweise der Frau um das Interesse des Mannes an ihr zu testen? Es könnte ja sein, dass es nachgelassen hat im Laufe der Zeit. Meine Theorie ist also folgende: Die natürliche, evolutionäre Funktion des Mannes als Wartender, wird durch die Frau auf die Probe gestellt, in dem sie sich ohne ihn im Bad verschanzt. Da diese Verhaltensweise aber immer nur dann auftritt, wenn man irgendwo hin will, liegt es nahe, dass es ein Test ist. Die Zeit ist knapp, der Mann wird gereizter und die Frau testet, wie lange er das warten wohl ertragen kann. Nach „Ich bin gleich soweit!“ ist die Aufforderung „Geh schon mal vor!“ die zweite Aufgabe im Test. „Ist doch noch Zeit!“ eine weitere. Wenn der Mann den Test bestehen will, muss er auch diese Aufgabe meistern: „Bleib doch mal gelassen!“ Und wenn der Mann alle Aufgaben besteht, dann weiß die Frau, dass er noch Interesse an ihr hat, denn er hat auf sie gewartet. Ewig.

Wie der Mann diesen Test empfindet ist völlig unterschiedlich und sei hier mal dahin gestellt. Und was das Einfach-Früher-Anfangen betrifft: Das geht nicht, das ist auch biologisch bedingt, denn das ist die Voraussetzung für diesen Test. Ein Glück nur, dass Männer beim warten nicht auch noch einen Fragenbogen ausfüllen müssen. 17 Punkte. Ist das jetzt gut oder schlecht?

24. April 2007

Wie groß darf eine Tasche sein?

Ich habe heute festgestellt, dass ich bei diesem Wetter nicht mit meiner Umhängetasche auf die Straße kann, weil sie zu groß ist. Ich brauchte also eine kleinere. Aber, wie groß darf denn eine Tasche sein?

Da hilft nur eine Fachberatung – also auf ins Taschenfachgeschäft! Da ich ja als Mann nicht selber in der Lage bin meine Wünsche zu artikulieren, und das wusste die Verkäuferin, musste ich mich an sie wenden. Oder besser: sie stürmte direkt auf mich zu. Nachdem ich ihr halbwegs verständlich machen konnte, was ich mir nicht vorstelle, dauerte es nicht lange und ich war umgeben von Taschen aller möglichen Formen und Farben und Materialien. Da stellte sich dann die Frage: wie klein darf eine Tasche nicht sein, um nicht Opamäßig auszusehen, also so eine Handgelenktasche. Die schieden alle aus. Aber zu groß darf sie auch nicht sein, weil sie ja sonst wie eine Einkaufstasche aussieht. Es musste also die exakte Größe gefunden werden. Und nach einer halben Stunde konnte ich mich mit der Verkäuferin auf ein einziges Exemplar aus diesem ganzen Berg einigen. Ein Exemplar!

Ich glaube nicht, dass ich zu wählerisch war, eher vorsichtig. Jetzt hab ich eine Tasche aus Hanf, in die genau mein ganzer Krempel reinpasst. Sie hat die optimale Größe. Und die Verkäuferin verabschiedete mich mit den Worten: „Zur Not können sie die Tasche auch rauchen!“ - na, lieber nicht, dann geht die Sucherei ja wieder los…

23. April 2007

Ab wann ist man nicht mehr jung?

Jung sein kann man nicht wirklich verhindern. Jung zu bleiben kann man versuchen. Aber kann man auch was gegen jung bleiben tun? Ab wann ist man nicht mehr jung?

Gibt es einen Geburtstag, der das festlegt? 36 zum Beispiel. Ist das die magische Zahl, die im Kopf einen Schalter umlegt, der zwischen jung und alt entscheidet? Und, liegt der nun bei alt? Woran erkenne ich, dass ich nicht mehr jung bin? An den legendären grauen Haaren im Bart und auf dem Kopf? Oder daran, das ich andere Farbtöne in der Kleidung bevorzuge? Alles etwas dunkler, schlichter und gediegener? Oder vielleicht dran, dass ich neuerdings mehr klassische Musik höre, mehr ruhigere Töne anschlage? Oder ist man nicht mehr jung, wenn man sich reifer fühlt, wenn man in Gegenwart von jungen Menschen ein Gefühl der Überlegenheit hat? Wenn man öfter gefragt wird: „Wie war das früher?“ – ist das die Frage, die Alter ausmacht? Oder ist diese 36 tatsächlich nur eine lapidare Zahl auf dem Weg zur 40?

Wie auch immer: jung sein und alt sein ist etwas Grundverschiedenes. Jung bleiben kann man solange, bis man merkt dass das eigene Leben besser funktionieren könnte, wenn man so ist, wie die biologische Uhr das vortickt. Und solange, wie die Umwelt akzeptiert, dass man jung geblieben ist. Nur mit Gewalt sollte man nicht versuchen jünger zu scheinen als man ist. Sonst sieht man bald ganz schön alt aus!

20. April 2007

Können Tage länger dauern?

Jetzt heißt ja dieses Weblog „Gedanken zum Tag“ und startete mit der Idee jeden Tag eine Frage zu beantworten. Das war zu einer Zeit, in der ich das noch konnte. Doch jetzt stellt sich nicht nur mir, sondern vielleicht auch dem ein oder anderen Leser, die Frage: Können Tage länger dauern?

Grundsätzlich natürlich nicht. Vierundzwanzig Stunden sind vierundzwanzig Stunden, da kann man nichts dran ändern. Aber, die Abstände zwischen meinen Fragen werden etwas größer. Habe ich bis vor kurzem noch einen Tag übersprungen, sind es jetzt schon drei. Das liegt nicht daran, dass ich keine Fragen mehr habe, sondern das liegt einfach daran, dass ich im Moment soviel zu schreiben und zu tun und zu denken habe, dass mir hierfür kaum noch Kraft bleibt. Zeit aber auch nicht wirklich. So kann es kommen, wenn Veränderungen im Leben eintreten, die lieb gewonnene Aktivitäten in den Hintergrund rücken. Kein Grund zur Sorge – eher im Gegenteil. Dafür lasse ich gern ein paar Tage aus.

Und so werden wohl die Tage länger dauern, und ich nicht mehr täglich eine Frage beantworten. Aber die Fragen bleiben und werden auch weiter gestellt und … beantwortet!

17. April 2007

Sind nachts alle Katzen grau?

Grade eben sitzt links von mir eine dicke, weiße Katze und rechts eine kleine, schwarze. Es ist später Abend, fast schon Nacht. Zeit für ein Experiment. Denn: Sind nachts alle Katzen grau?

Das gilt es jetzt herauszufinden! Also werde ich die beiden einmal beobachten, auf Veränderungen achten und ihnen hinterher schleichen, wenn sie sich bewegen. Zur Not auf dem Bauch kriechend. Denn wenn das Sprichwort auch nur einen kleinen Funken Wahrheit enthält, und Sprichwörter sind ja bekanntlich immer zutreffend, dann müssten sich doch die beiden Katzen im Laufe der Nacht von schwarz und weiß in grau verwandeln! Bis jetzt ist noch nichts passiert. Obwohl, sehe ich da schon einen grauen Schimmer? Nein, das war nur das Mondlicht, das durch das Fenster scheint. Also weiter warten und nicht einschlafen. Jetzt haben sie sich auf den Rücken gelegt und warten mit mir.

Da kommt mir eine Idee, denn ich glaube nicht, dass nachts alle Katzen grau sind, vielleicht sollte ich sie einfach eine Weile ganz fest aneinander reiben, nachdem ich sie eingeweicht habe. Denn aus schwarz und weiß wird doch grau. Und dann wären möglicherweise zumindest diese beiden Katzen nachts grau.

16. April 2007

In welcher Tiefe lebe ich?

Ich habe heute eine Dokumentation über einen Höhlenforscher gesehen, der völlig allein mehrere Wochen in einer Höhle lebte – in den 60er Jahren. Und alles was dort so beschrieben wurde veranlasste mich zu der Frage: In welcher Tiefe lebe ich?

Ich bin zwar kein Höhlenforscher, aber etwas höhlenähnlich ist meine Wohnung schon. Im Grunde ist sie ja auch meine Höhle – mein ganz persönliches kleines Reich in dem ich ungestört meinen Interessen nachgehen kann. Aber das Problem liegt ja woanders. In der Doku wurde gesagt, das schon nach ein paar Tagen eine Unterkühlung einsetzt und das ist bei mir manchmal auch der Fall – wenn ein paar Tage nichts aufregendes passiert ist, dann bekomme ich auch eine frostige Stimmung, werde leicht unterkühlt im Umgang mit anderen. Die Motorik lässt nach, man kann sich schwerer bewegen und man verliert sein Kurzzeitgedächtnis! Das kenne ich auch nur zu gut. Was wollte ich schreiben? Mhm, ich hab´s vergessen… Irgendwas mit Tiefe. Ach ja! Und wenn ich es mir recht überlege, dann denke ich dass meine Höhle ziemlich weit unter der Erde liegt, denn im Gegensatz zu diesem wagemutigen Forscher kann ich dieses Experiment nicht abbrechen. Ich muss warten – auf Hilfe oder den Grottenolm.

Aber ich gebe nicht auf! Ich werde rumrennen, mir alles notieren und versuchen mich warm zu halten, bis es jemand anderes tut. Und notieren, das mache ich ja jetzt schon. Jetzt grade wieder. Damit ich nichts vergesse.

15. April 2007

Sind alle Fragen gefragt?

Nein, sicher nicht. Aber an so einem Wochenende wie diesem bleibt kein Platz für Fragen und Antworten. Obwohl sie schon noch da sind. Darum muss ich mal zwei Tage aussetzen. Montag habe ich dann sicher wieder eine wichtige Frage, die es zu klären gilt. Alleine schon, weil dann mein Supermarkt wieder offen hat…